Gemeinsame Großübung am Kinzig-Stausee
Wasserrettung und Sanitätsdienst trainieren gemeinsam für den Ernstfall
Wie wichtig eine gute Zusammenarbeit verschiedener Einsatzkräfte ist, zeigt sich besonders dann, wenn im Ernstfall viele Aufgaben gleichzeitig bewältigt werden müssen. Genau dieses Zusammenspiel stand bei einer gemeinsamen Großübung am Kinzig-Stausee im Mittelpunkt. Die Wasserwacht des Kreisverbands und der zweite Sanitätszug trainierten dort gemeinsam die Rettung, den Transport und die medizinische Versorgung mehrerer verletzter Personen.
Das Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor unterschiedliche Herausforderungen: Insgesamt mussten sechs Patienten versorgt werden. Die angenommenen Verletzten befanden sich unter anderem in unwegsamem Gelände, in einem Fahrzeug sowie im Wasser. Aufgabe der Wasserwacht war es, die Patienten zu retten und teilweise mit Booten über den Stausee ans Ufer zu transportieren.
Mit insgesamt drei Booten war die Wasserwacht auf dem Kinzig-Stausee im Einsatz. Parallel dazu richteten die Kräfte des Sanitätszuges an Land einen Behandlungsbereich ein. Dort konnten die geretteten Patienten gesichtet, medizinisch versorgt und auf die weitere Behandlung vorbereitet werden.
Zusammenarbeit als Schwerpunkt der Übung
Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein die Bewältigung der einzelnen Einsatzaufgaben. Ein wesentliches Ziel war es, die Schnittstellen zwischen Wasserrettung und Sanitätsdienst unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben.
Von der Rettung aus dem Wasser über die Übergabe und den Patiententransport bis hin zur medizinischen Versorgung mussten die unterschiedlichen Einheiten eng zusammenarbeiten. Dabei wurden insbesondere die Kommunikation, die Koordination der Einsatzkräfte und die gemeinsamen Abläufe trainiert.
Gerade bei größeren Einsatzlagen ist ein eingespieltes Zusammenspiel entscheidend. Jede Einsatzkraft muss wissen, welche Aufgaben zu übernehmen sind und wie die Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten funktioniert. Übungen wie diese bieten deshalb die Möglichkeit, bewährte Abläufe zu festigen und gleichzeitig Erfahrungen für zukünftige Einsätze zu sammeln.
Ein erfolgreicher gemeinsamer Übungstag
Bei guten Übungsbedingungen konnten die beteiligten Helferinnen und Helfer zahlreiche praktische Erfahrungen sammeln und die Zusammenarbeit zwischen Wasserrettung und Sanitätsdienst intensiv trainieren.
Ein großer Dank gilt allen Einsatzkräften sowie allen Helferinnen und Helfern, die an der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Großübung beteiligt waren. Durch ihr Engagement konnte ein anspruchsvolles und praxisnahes Szenario umgesetzt werden.
Denn für den Ernstfall gilt: Gute Zusammenarbeit beginnt lange vor dem Einsatz – beim gemeinsamen Training.