Therapiehunde
Begegnungen, die guttun.
Therapiehundeteams bringen Zeit, Aufmerksamkeit und tierische Nähe zu Menschen. Im Mittelpunkt steht immer die gemeinsame Begegnung zwischen Mensch und Hund.
Was machen Therapiehundeteams?
Ein Therapiehundeteam besteht aus einem Menschen und seinem Hund. Gemeinsam besuchen sie Menschen, denen der Kontakt mit einem freundlichen und geeigneten Hund Freude, Abwechslung und neue Begegnungen ermöglichen kann.
Dabei geht es nicht um Kunststücke oder Leistung. Schon die ruhige Anwesenheit des Hundes kann eine besondere Atmosphäre schaffen. Je nach Situation können Streicheln, Füttern, kleine Spiele, Bewegung oder gemeinsames Beobachten Teil der Begegnung sein.
Wo Therapiehunde unterstützen können
Die konkrete Gestaltung eines Besuchs richtet sich nach den beteiligten Menschen, der Einrichtung, dem ausgebildeten Team und dem Wohlbefinden des Hundes.
Senioreneinrichtungen
Besuche können Abwechslung in den Alltag bringen, Erinnerungen wecken und Gelegenheiten für Gespräche, Berührung und gemeinsame Aktivität schaffen.
Menschen mit Behinderung
Der Hund kann einen ungezwungenen Zugang zu Begegnung, Kommunikation und gemeinsamem Erleben ermöglichen. Das Angebot wird an die jeweilige Situation angepasst.
Kinder und Jugendliche
In geeigneten Einrichtungen können Kinder und Jugendliche den respektvollen Umgang mit Hunden kennenlernen und Vertrauen im Kontakt mit dem Tier entwickeln.
Kranke und pflegebedürftige Menschen
Ein ruhiger Hundebesuch kann eine willkommene Abwechslung bieten und Raum für Aufmerksamkeit, Nähe und positive gemeinsame Momente schaffen.
Ein eingespieltes Mensch-Hund-Team
Therapiehundearbeit wird nicht vom Hund allein geleistet. Mensch und Hund arbeiten als festes Team zusammen. Die begleitende Person trägt die Verantwortung für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Besuchs.
Ebenso wichtig ist es, die Körpersprache und Belastbarkeit des Hundes aufmerksam zu beobachten und seine Bedürfnisse jederzeit zu respektieren.
Worauf es ankommt
- eine vertrauensvolle Bindung im Team
- ein freundlicher und menschenbezogener Hund
- gute Erziehung und zuverlässiger Grundgehorsam
- Gelassenheit in ungewohnten Situationen
- Hygiene und gesundheitliche Eignung
- regelmäßiges Training und Fortbildung
- Rücksicht auf das Wohlbefinden des Hundes
Häufige Fragen
Die Antworten lassen sich durch Antippen oder Anklicken öffnen.
Ist jeder freundliche Hund automatisch geeignet?
Nein. Neben einem freundlichen Wesen sind unter anderem Sozialverhalten, Erziehung, Belastbarkeit, Gesundheit und die Zusammenarbeit mit der begleitenden Person wichtig. Die Eignung wird vor und während einer Ausbildung fachlich beurteilt.
Arbeitet der Hund allein?
Nein. Hund und Halterin beziehungsweise Halter bilden ein festes Team. Die begleitende Person plant den Besuch, leitet die Begegnung und achtet auf die beteiligten Menschen sowie auf die Signale des Hundes.
Wie werden die Teams vorbereitet?
Zur Vorbereitung können ein Eignungstest, theoretische und praktische Ausbildungsinhalte, Hospitationen, Übungen und eine gemeinsame Prüfung gehören. Die genauen Vorgaben richten sich nach dem zuständigen DRK-Verband.
Was passiert bei einem Besuch?
Das hängt von der Zielgruppe und der Situation ab. Möglich sind beispielsweise ruhiges Beobachten, Streicheln, Füttern, kleine Spiele, Gespräche oder angeleitete gemeinsame Bewegungen. Niemand muss den Hund berühren.
Wird auf den Hund Rücksicht genommen?
Ja. Das Wohlbefinden des Hundes ist eine wichtige Voraussetzung für verantwortungsvolle Einsätze. Körpersprache, Stresssignale, Pausen und die Dauer eines Besuchs müssen aufmerksam berücksichtigt werden.
Nähe entsteht in kleinen Momenten.
Ein Blick, eine vorsichtige Berührung oder ein gemeinsames Lächeln: Die Stärke der Therapiehundearbeit liegt häufig in den ruhigen und persönlichen Begegnungen zwischen Mensch und Tier.