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DRK-Ortsverein bittet um Unterstützung

Drei schwere Rückschläge stellen den DRK-Ortsverein Vogelsberg Birstein-Brachttal derzeit vor eine große finanzielle Herausforderung. Rund 30.000 Euro fehlen, damit wichtige Fahrzeuge wieder einsatzbereit sind und das Depot nach einem Einbruch entsprechend gesichert werden kann.

Das ehrenamtliche Engagement des DRK ist für die Sicherheit in Birstein, Brachttal und der Region von großer Bedeutung. Doch aktuell steht der Ortsverein vor Kosten, die aus eigenen Mitteln nicht mehr aufgefangen werden können.

Besonders schwer wiegt der Motorschaden am Krankentransportwagen (KTW). Das bisherige Einsatzfahrzeug ist dadurch vollständig ausgefallen. Ein Ersatz ist dringend notwendig, damit die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auch künftig schnell und zuverlässig unterstützen können. Auch der Mannschaftstransportwagen (MTW) ist derzeit nicht einsatzbereit. Das Fahrzeug hat keinen TÜV erhalten und muss für erhebliche Kosten instand gesetzt werden.

Hinzu kommen die Folgen eines Einbruchs in das DRK-Depot. Dabei wurde unter anderem die Eingangstür massiv beschädigt. Die Versicherung übernimmt den Zeitwert der bisherigen Tür in Höhe von 2.500 Euro. Für den Ersatz ist jedoch eine zertifizierte Sicherheitstür vorgeschrieben. Deren Einbau kostet voraussichtlich zwischen 5.000 und 6.000 Euro. Die Differenz muss der Ortsverein selbst tragen.

Fahrzeuge sind für die ehrenamtliche Arbeit unverzichtbar.

Der KTW ist für den Ortsverein weit mehr als ein Fahrzeug. Er wird ausschließlich ehrenamtlich besetzt und kommt unter anderem bei Unfällen, Bränden und größeren Schadenslagen zum Einsatz. Mit einem voll ausgestatteten Fahrzeug und ausgebildeten Sanitäterinnen und Sanitätern kann das DRK den regulären Rettungsdienst schnell und direkt unterstützen.

Auch bei zahlreichen Veranstaltungen in der Region ist der KTW gefragt. Ob beim Südbahnlauf, dem Birsteiner Markt oder bei Sport- und Kulturveranstaltungen im gesamten Kreisgebiet: Die ehrenamtlichen Kräfte sorgen für die medizinische Absicherung und können im Notfall unmittelbar Hilfe leisten.

Wenn bei größeren Einsätzen oder Veranstaltungen mehr Helferinnen und Helfer benötigt werden, kommt der MTW ins Spiel. Mit ihm kann eine größere Einsatzgruppe schnell zum Einsatzort gebracht werden.

Spenden werden dringend benötigt.

Damit der DRK-Ortsverein seine Aufgaben auch künftig zuverlässig wahrnehmen kann, ist er nun auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Insgesamt besteht derzeit eine Finanzierungslücke von rund 30.000 Euro. Jeder Beitrag – unabhängig von der Höhe – hilft dabei, den KTW zu ersetzen, den MTW wieder einsatzbereit zu machen und das Depot entsprechend zu sichern.

Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:

Ortsverein Vogelsberg DRK – DRK Birstein Brachttal
IBAN: DE 54 5066 1639 0006 8541 84
BIC: GENODEF1LSR
VR RegionalBank eG
Verwendungszweck: Spendenaufruf

Auf Wunsch stellt der DRK-Ortsverein selbstverständlich eine Spendenbescheinigung aus.

Mit der Unterstützung der Bevölkerung soll sichergestellt werden, dass die ehrenamtliche Hilfe auch in Zukunft schnell und zuverlässig dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Damit die Hilfe in Birstein und Brachttal mobil bleibt, zählt jetzt jeder Beitrag.

Übung Oberland 2026: Gemeinsam im Einsatz in Wettges

Birstein/Wettges, 19. September 2026 – Rauch an der Kläranlage in Wettges: Mit diesem Alarm begann um 16 Uhr eine umfangreiche Übung der Gemeindefeuerwehr Birstein. Bei der Erkundung zeigte sich ein anspruchsvolles Szenario: Das Gebäude stand der Übungsannahme zufolge in Vollbrand, und mehrere Personen befanden sich noch darin. Weitere Feuerwehreinheiten und das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Vogelsberg, wurden hinzugezogen.

Für das DRK hatte die Übung bereits um 13 Uhr mit dem Treffen der Beteiligten begonnen. Ab 14:30 Uhr bereitete sich der Mimentrupp auf seine Rolle vor. Insgesamt waren 20 DRK-Einsatzkräfte beteiligt – aus dem Mimentrupp, der Bereitschaft und der Wasserwacht sowie aus dem Bereich Information und Kommunikation (IuK) des Kreisverbandes.

Die Mimen stellten verletzte Personen dar und schufen damit realitätsnahe Bedingungen für Rettung und Versorgung. DRK-Kräfte übernahmen außerdem die medizinische Versorgung der dargestellten Verletzten und kümmerten sich um Essen und Getränke für die Einsatzkräfte.

Im Verlauf der Übung weitete sich der angenommene Brand auf angrenzende Wiesen und ein kleines Waldstück aus. Die veränderte Lage forderte die Abstimmung zwischen den beteiligten Einheiten zusätzlich.

Zum Abschluss kamen alle Beteiligten am Gerätehaus der Feuerwehr Fischborn zu einer kurzen Nachbesprechung zusammen. Danach gab das DRK Schnitzelbrötchen und Getränke aus. Einschließlich der Nacharbeiten kamen für das DRK rund 120 Einsatzstunden zusammen; die letzten Kräfte waren gegen 22 Uhr fertig.

Die Übung bot allen Beteiligten Gelegenheit, ihre Zusammenarbeit und die Abläufe im Einsatz zu trainieren. Vielen Dank an alle, die bei der Vorbereitung und Durchführung mitgewirkt haben!

Erfolgreiche Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz

Am 27. August fand für Mitglieder unserer Bereitschaft erfolgreich eine Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) statt.

Die Belehrung ist insbesondere für Tätigkeiten wichtig, bei denen unsere Einsatzkräfte mit Lebensmitteln umgehen oder bei deren Zubereitung und Ausgabe mitwirken. Sie vermittelt die notwendigen Kenntnisse über Infektionsrisiken, persönliche Hygiene und die gesetzlichen Vorgaben, die beim Umgang mit Lebensmitteln beachtet werden müssen.

Auch in einer Bereitschaft gibt es zahlreiche Situationen, in denen diese Qualifikation benötigt wird. Dazu zählen beispielsweise die Verpflegung von Einsatzkräften und Betroffenen bei größeren Einsatzlagen, die Unterstützung bei Veranstaltungen oder Sanitätsdiensten sowie weitere Aufgaben, bei denen Speisen zubereitet, ausgegeben oder gemeinschaftlich verpflegt wird.

Mit der erfolgreichen Erstbelehrung sind unsere teilnehmenden Helferinnen und Helfer nun entsprechend vorbereitet und können auch in diesem Bereich verantwortungsvoll eingesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein für eine vielseitig aufgestellte und gut vorbereitete Bereitschaft – denn im Einsatz zählt nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch eine sichere und zuverlässige Versorgung aller Beteiligten.

Gemeinsam für den Ernstfall: Übung mit der Feuerwehr Aufenau

Auf Einladung der Feuerwehr Aufenau nahm unsere Bereitschaft an einer gemeinsamen Einsatzübung teil. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die medizinische Versorgung mehrerer Verletzter, sondern insbesondere die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Feuerwehr und DRK.

Anspruchsvolles Szenario bei Baumfällarbeiten

Die angenommene Einsatzmeldung lautete:

H1Y – Hilfeleistung Rettungsdienst mit Menschenleben in Gefahr

Als Übungsszenario wurde ein schwerer Unfall bei Baumfällarbeiten mit mehreren betroffenen Personen vorbereitet. Bereits beim Eintreffen wurden unsere Einsatzkräfte von einer unter Schock stehenden Person zu den weiteren Betroffenen geführt.

An der Einsatzstelle bot sich ein komplexes Lagebild: Neben einer weiteren unter Schock stehenden Person musste eine Patientin mit einer offenen Fraktur am Bein versorgt werden. Ein Mann hing nach dem Unfall noch in seinem Gurt am Baum, während eine weitere Person bewusstlos am Boden lag. Zusätzlich musste die Versorgung und Rettung einer Person geübt werden, die von einem Ast beziehungsweise Baumteil aufgespießt worden war.

Hand in Hand mit der Feuerwehr

Bei einer solchen Lage sind zahlreiche Maßnahmen gleichzeitig erforderlich. Die Einsatzstelle musste gemeinsam strukturiert, die Betroffenen gesichtet und entsprechend ihrer Verletzungen priorisiert sowie die medizinische Erstversorgung und die notwendigen technischen Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Gerade bei Einsätzen mit mehreren Verletzten ist eine enge Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungs- beziehungsweise Sanitätskräften entscheidend. Während beispielsweise technische Rettungsmaßnahmen vorbereitet und durchgeführt werden, muss gleichzeitig die medizinische Versorgung sichergestellt und das weitere Vorgehen koordiniert werden.

Gemeinsame Übungen wie diese geben uns die Möglichkeit, genau diese Schnittstellen unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Abläufe können gefestigt, die Kommunikation verbessert und Erfahrungen ausgetauscht werden. Gleichzeitig lernen die Einsatzkräfte die Arbeitsweisen und Möglichkeiten der jeweils anderen Organisation noch besser kennen.

So sind wir im Ernstfall besser darauf vorbereitet, schnell, koordiniert und gemeinsam zu handeln.

Ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr Aufenau für die Einladung, die aufwendige Vorbereitung des anspruchsvollen Szenarios und die gelungene Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Übungen!

Einsatzverpflegung bei Großbrand in Birstein

Am Dienstag, den 24. Juni, wurden auch Kräfte des DRK zur Unterstützung bei einer F 2 Y-Lage in Birstein alarmiert. Während Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz waren, übernahmen wir gemeinsam mit Kräften der Wasserwacht, der Bereitschaften und unserer Verpflegungsgruppe die Versorgung der eingesetzten Helferinnen und Helfer.

Verpflegung der Einsatzkräfte sichergestellt

Gerade bei länger andauernden oder körperlich besonders fordernden Einsätzen ist eine zuverlässige Versorgung der Einsatzkräfte wichtig. Die Aufgabe unserer Verpflegungsgruppe besteht darin, innerhalb kurzer Zeit Getränke und Verpflegung bereitzustellen und diese an die Einsatzkräfte auszugeben.

Bei diesem Einsatz konnten die Helferinnen und Helfer mit Getränken, Snacks und heißen Würstchen versorgt werden. Dank des zügigen Einsatzverlaufs konnte die Verpflegung schnell organisiert, vorbereitet und ausgegeben werden.

Solche Einsätze zeigen, dass zu einer funktionierenden Gefahrenabwehr weit mehr gehört als die unmittelbar sichtbaren Maßnahmen an der Einsatzstelle. Im Hintergrund sorgen zahlreiche Helferinnen und Helfer dafür, dass die eingesetzten Kräfte auch über einen längeren Zeitraum leistungsfähig bleiben und gut versorgt sind.

Unterstützung aus der Region

Ein besonderer Dank gilt REWE Herzing, der uns mit einer großzügigen Spende von Getränken und Snacks unterstützt hat. Solche Unterstützungen helfen uns dabei, unsere Aufgaben im Einsatz zuverlässig wahrzunehmen und die Einsatzkräfte bestmöglich zu versorgen.

Ebenso bedanken wir uns bei allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für die gute Zusammenarbeit.

Der Einsatz hat einmal mehr gezeigt: Ob unmittelbar an der Einsatzstelle oder bei der Versorgung im Hintergrund – im Ernstfall greifen viele unterschiedliche Aufgaben ineinander.

Gemeinsam trainieren, gemeinsam Leben retten

Bei unserem Bereitschaftsdienstabend am 11. Juni drehte sich alles um ein Thema, bei dem im Ernstfall jede Sekunde zählt: die Reanimation. Gemeinsam mit unseren Helfern vor Ort (HvO) nutzten wir den Abend, um vorhandenes Wissen aufzufrischen und wichtige Abläufe praktisch zu trainieren.

Prüfen. Rufen. Drücken.

Eine Reanimation gehört zu den Situationen, in denen schnelles und sicheres Handeln besonders wichtig ist. Deshalb wurden verschiedene Maßnahmen der Wiederbelebung wiederholt, praktische Abläufe trainiert und der sichere Umgang mit der vorhandenen medizinischen Ausrüstung geübt.

Dabei ging es nicht nur um einzelne Handgriffe, sondern auch um das Zusammenspiel im Team: Wer übernimmt welche Aufgabe? Wie werden Maßnahmen koordiniert? Und wie können wir auch unter Zeitdruck strukturiert und sicher arbeiten?

Bereitschaft und HvO gemeinsam im Training

Besonders wertvoll war an diesem Dienstabend das gemeinsame Training unserer Bereitschaft mit den Helfern vor Ort. Die HvO werden bei medizinischen Notfällen in ihrer Umgebung eingesetzt und können die Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes mit qualifizierten lebensrettenden Sofortmaßnahmen überbrücken.

Auch für unsere Bereitschaft sind regelmäßige praktische Übungen unverzichtbar. Im Sanitätsdienst oder bei größeren Einsatzlagen können wir jederzeit mit einem medizinischen Notfall konfrontiert werden. Dann müssen die notwendigen Maßnahmen sitzen und die Zusammenarbeit im Team funktionieren.

Gemeinsame Dienstabende bieten deshalb eine gute Gelegenheit, Wissen auszutauschen, voneinander zu lernen und einheitliche Abläufe zu festigen.

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den engagierten und lehrreichen Dienstabend!